Sieversdorf gleicht in Nachspielzeit gegen Stüdenitz aus

Sieversdorf, den 01.09.2010

SG Sieversdorf I – SV 1912 Stüdenitz 1:1 (0:1)

Tore: 0:1 André Ehlert (17. Minute), 1:1 Michel Harbart ( Foulelfmeter- 90. + 3)

besonderes Vorkommnis: gelb- rote Karte: Martin Bayer (Stüdenitz /89., Meckern)

 

Nach dem schlechten Auftaktspiel in Wildberg (1:4) wollten die Stüdenitzer beim Kreisligaabsteiger unbedingt punkten. Zwar gelang das Gästen am Ende auch, doch durch einen fragwürdigen Strafstoß in der Nachspielzeit blieb ein fader Beigeschmack. Zum ersten Mal probierte der Traditionsverein ein neues Spielsystem, mit dem man die Heimelf dann vor erhebliche Probleme stellte. Während die Stüdenitzer gut ins Spiel fanden, hatten die Platzherren bis zum Pausenpfiff keinen wirklichen Torabschluss auf ihrem Konto. In der 9. Minute passte Sandro Scheffler gekonnt auf André Ehlert, der per Lupfer dem Heimkeeper keine Chance ließ. Doch der Sieversdorfer Schiedsrichterassistent hob einfach die Fahne und Schiedsrichter Christian Pieler gab den regulären Treffer nicht. Nur wenig später stand es dann aber 0:1, Maik Rehfeldt überlupfte die auf einer Linie stehende Heimabwehr und Spielertrainer Ehlert markierte die Führung für Stüdenitz. Die Gäste standen sehr gut in der Defensive, Abwehrchef Christian Granzow organisierte hinten fast fehlerfrei. Leider verpassten es die Gäste bei drei gut vorgetragenen Kontern, die Führung weiter aus zu bauen.

 

Nach der Pause erwarteten die Stüdenitzer einen Sturmlauf des Gegners, doch dieser blieb aus. Erst 20 Minuten vor dem Ende übernahmen die Gastgeber das Spiel und die Stüdenitzer agierten nur noch per Konter. Einen dieser Konter hätte Martin Bayer mit dem 0:2 abschließen müssen, doch er hatte leider nicht seinen besten Tag und konnte den Heimkeeper nicht bezwingen. In der 78. Minute hatte Spielmacher Sandro Scheffler noch einmal die Chance zum Ausbau der Führung, doch auch seinen Schuss parierte Andy Dahlenburg im Sieversdorfer Kasten sicher.

 

In der Schlussminute konnte sich Stürmer Martin Bayer nicht beherrschen und meckerte wiederholt gegen Gegenspieler und Schiedsrichter, der ihn dann per Ampelkarte vom Platz schickte. Damit begann das Unheil für die Gäste, denn drei Minuten waren bereits nachgespielt, als Schiri Pieler auf den Punkt zeigte. An der Außengrenze des Strafraums hatte er davor ein Foulspiel zweier Stüdenitzer Abwehrspieler gegen einen Sieversdorfer Stürmer gesehen. Dieser ließ sich nach einer Berührung einfach fallen und die Gastgeber bekamen einen überaus schmeichelhaften Elfmeter. Michel Harbart ließ sich diese große Chance nicht nehmen und nach seinem Treffer vom Punkt war das Derby beendet.

 

Während sich die Gastgeber über einen äußerst schmeichelhaften Punkt freuen durften, war man im Lager der Gäste mehr als bedient. Nicht nur zwei Punkte hatte man verspielt, leider verletzte sich mit Thomas Lamprecht ein Spieler schwer (Verdacht auf Rippenbruch) und fehlt Stüdenitz in den nächsten Spielen.  

 

SV 1912 Stüdenitz: Horst Straßberger – Christian Granzow, Thomas Lamprecht, Denny Rapski, Maik Rehfeldt, Brian Borck, Martin Bayer, André Ehlert (81. Michael Gendera), Sandro & Patrick Scheffler, Dirk Reiche (82. Cornelius Vettin)

 

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